Europa - und dahinter die Unendlichkeit ...
2003. Wir sind frei(Text: Distelmeyer / Komposition: Distelmeyer, Mühlhaus, Rattay)
Aus Sternenstaub und Teil des Meers
Ergebnis der Gezeiten
So kreisen wir schon länger hier
Durch unbegrenzte Weiten
Wir suchen was, das es nicht gibt
Seit ein paar Ewigkeiten
Für was mir fehlt, schreib ich ein Lied
Und greif in meine Saiten
Und die Zeit bleibt stehen in meiner Phantasie
Bist du bereit für eine kleine Utopie?
Komm sag es allen: Wir sind frei
Es gibt kein Müssen und kein Sollen
wenn wir nicht wollen
Die Zeit der Heuchler ist vorbei
und ihre Tyrannei
Denn wir sind frei
Die Träume enden in den Charts
Wem dienen Eure Lieder?
Ein Höhenflug und dann: Das wars.
Die Erde hat euch wieder
Ihr Sklaven in der Überzahl
Wie lang noch wollt Ihr leiden?
Wer frei sein will, hat keine Wahl
Wir müssen uns entscheiden
Und manche sagen: Der Typ gehört in Therapie
Kann sein, doch um mich weht ein Hauch von Anarchie
Komm sag es allen: Wir sind frei
Es gibt kein Müssen und kein Sollen
Wenn wir nicht wollen
Die Zeit der Heuchler ist vorbei
Und ihrer Barbarei
Denn wir sind frei ...
//
1997. Freisein
(Text / Komposition: Haas, Pelham)
Glaubst Du, dass der Wind weht,
weil irgendjemand sagt: "Wind weh jetzt"?
Glaubst Du, dass die Sterne, die am Himmel stehn leuchten,
weil irgendwer sie anknipst? Glaubst Du das?
Glaubst Du, dass die Elemente tun, was sie solln,
und nicht, was sie wolln? Glaubst Du das? Glaubst Du das?
Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehn
und verstehn, was ich mein, wenn ich sag:
Ich will frei sein,
frei wie der Wind, wenn er weht.
Ich will frei sein,
frei wie ein Stern, der am Himmel steht.
Ich will frei sein,
ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Ich will frei sein, nur frei sein,
ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Glaubst Du, dass die Erde
aufhören würde, sich zu drehen,
wenn irgendwer entschiede,
dass es besser wär für sie zu stehen ? Glaubst Du das ?
Glaubst Du, dass irgendwer, irgendwo, irgendwann
für Dich Dein Leben leben kann ? Glaubst Du das ? Glaubst Du das ?
Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehen
und verstehen, was ich mein, wenn ich sag':
Ich will frei sein,
frei wie der Wind, wenn er weht.
Ich will frei sein,
frei wie ein Stern, der am Himmel steht.
Ich will frei sein,
ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Ich will frei sein, nur frei sein,
ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Glaubst Du, dass Dein Leben
bereits geschrieben steht,
und dass irgendwo ein Weiser
für Dein Tun die Konsequenzen trägt? Glaubst Du das ?
Glaubst Du, dass von allen Leben auf der Welt eins
wertvoller ist als Deins? Glaubst Du das? Glaubst Du das?
Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehen
und verstehen, was ich mein, wenn ich sag':
Ich will frei sein,
frei wie der Wind, wenn er weht.
Ich will frei sein,
frei wie ein Stern, der am Himmel steht.
Ich will frei sein,
ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Ich will frei sein, nur frei sein,
ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein ...
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DIE absolute Breite eines Buches wird nicht bloß von seiner Handlichkeit bestimmt, sondern auch von der üblichen Tiefe der Bücherregale. Bücher, die breiter sind als etwa 24 Zentimeter, sind darum lästig. Mit so breiten Büchern geben sich die allermeisten Leute nicht gern ab. Sie sind kaum aufstellbar und liegen eine Zeitlang herum, bis der Besitzer sie mit schwer verhohlener Erleichterung jemand anderem aufdrängt oder sie in den Papierkorb wirft. ich denke da an Firmengeschichten, die mit besonderer Größe auffallen wollen und bei denen, nahezu unfehlbar, die Rückentitel fehlen, was aber hier nicht so schlimm sein mag. Wer wünscht, daß sein Buch die Zeiten überdauert, wer wünscht, daß es wiederauffindbar bleibt, darf es also nicht übertrieben breit machen und den Rückentitel nicht vergessen. Legitim große Werke, solche mit sehr großen wertvollen Tafeln, sind etwas anderes. Der Besitzer solcher Bücher hat ein Fach für solche Werke. Dennoch muß man bestrebt bleiben, Bücher nicht unnötig groß zu machen. Daß Bücher allzu klein gehalten werden, ist bei weitem seltener. Neuerdings sind quadratische Bücher in gewissen Kreisen die große Mode. Aus dem Bestreben, alles ganz anders zu machen, nicht nur Grotesk statt Antiqua zu verwenden und die angeblich Unruhe stiftenden, jedoch unentbehrlichen Einzüge durch stumpfe Anfänge zu ersetzen, benützen Leute, die sich ultramodern vorkommen, gerne ein quadratisches Format. Dies ist an sich weniger häßlich als ein übertrieben breites Quartformat, das einfach plump ist, wie ein Nilpferd. Da wäre ein optisch korrigiertes oder sogar ein reines Quadrat immer noch besser. Gegen quadratähnliche Bücher sprechen drei Argumente. Das erste meint die Handlichkeit. Quadratische Bücher können von der ungestützten Hand nicht bewältigt werden, noch viel weniger als das häßliche Format A5. Das zweite Argument geht auf die Einstellbarkeit. Wenn solche Bücher breiter sind als 24 Zentimeter, muß man sie legen. Bücher sollte man aber aufstellen können, damit sie schnell wiedergefunden und benützt werden können. Für das dritte Argument muß ich etwas ausholen. Das Gewicht des Buchkörpers wird von den Scharnieren des Rückens in seiner richtigen Lage gehalten. Ist der Buchkörper sehr schwer - das ist leider häufig -, dann senkt sich der Buchkörper vorne, stößt auf das Brett des Bücherschaftes und nimmt dort Staub an, etwas, was durch die Kanten des Einbandes verhütet werden soll. Je länger der Rücken im Verhältnis zur Buchbreite ist, um so besser bleibt der Buchblock in seiner richtigen Lage. In einem querformatigen Album reicht der Rücken dazu nicht mehr aus. Ähnlich ist aber schon bei den quadratförmigen Büchern. Auch in ihnen senkt sich der Buchblock alsbald auf das Brett des Bücherschaftes. Auch daher sind quadratförmige Bücher als grundverfehlte Neuerungen zu verwerfen. Innerhalb der plausiblen Buchgrößen kommen zahlreiche Proportionen, das heißt Verhältnisse von Breite zu Höhe, vor. Da die gute Tradition über Bord geworfen worden ist und erst neu errichtet werden muß, sollte vor der Arbeit jede Buchgröße auf ihre geometrische Proportion geprüft werden, das heißt, ob sie die genaue Proportion von 2:3 oder 3:4 oder den Goldenen Schnitt, um nur einige zu nennen, aufweist. Öfter als man meint ist die einfache Proportion 2:3 die beste; das gilt sogar für Quartbücher, wenn man das Papier dafür machen läßt. Zwar gibt es kein Rezept, doch kann man viel aus Büchern der Zeit vor 1790 lernen, auch Proportionen. Ein letztes Wort, das nur am Rande zum Thema gehört: das Gewicht des Buches. Die meisten unserer Bücher sind viel zu schwer. Das kommt meistens vom Kunstdruckpapier. Dicke Bücher aus Kunstdruckpapier sollten darum in zwei Halbbände aufgeteilt werden. Die alten Bücher waren viel leichter. Chinesische Bücher gar sind sozusagen federleicht. Die Papierfabriken sollten sich bemühen, viel leichtere Papiere zu machen, im besonderen erheblich leichtere Kunstdruck- und Offsetpapiere. // JAN TSCHICHOLD ist ein Sohn der Stadt Leipzig und in ihr am 2. April 1902 geboren. 1919 wurde er Schüler der Akademie der Buchgewerbe und Graphik zu Leizig. Von 1922 bis 1925 erteilte er an dieser Hochschule den Abendunterricht in Kalligraphie. 1925 erschien in Leipzig sein Heft elementare typographie, das im Verein mit seinem 1928 in Berlin erscheinenden Buche Die neue Typogrpahie die Satzweise umgewälzt hat und bis heute nachwirkt. Seit 1926 war er Lehrer für Satzstil und Kalligraphie an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München. Unmittelbar nach der unrühmlichen Entscheidung
Labels: metric, Spiegelstadium, topology

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